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Auftakt 2014

Auftaktveranstaltung im Haus der kath. Kirche, Stuttgart

Der Startschuss für die Fortbildungsreihe „Medienwerkstatt Kindergarten“ der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg ist gefallen. Am 14. Oktober 2014 fand die Auftaktveranstaltung im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt.

"Wir haben bei früheren Medienprojekten oft einen Durchlauferhitzer-Effekt festgestellt!" Friedemann Schuchardt, Leiter des Fortbildungsprogramms, berichtete aus eigener Erfahrung, dass Erzieherinnen und Erzieher nach Medien-Fortbildungen oftmals voller Tatendrang zurück in ihre Kindertagesstätten kämen. Dort würden sie anschließend durch fehlende zeitliche und technische Ressourcen sowie fehlender Unterstützung durch Vorgesetzte wieder ausgebremst. Damit dieser Effekt beim Programm "Medienwerkstatt Kindergarten" nicht eintritt, setzt das gleichnamige Fortbildungsprogramm ganz auf die Ausbildung von Multiplikatoren, die das Gelernte an ihre Kolleginnen sowie Kollegen weitervermitteln können und bei dem sie sich mit anderen medien-affinen Erziehern vernetzen können.

Dreizehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 14. Oktober 2014 ins Haus der katholischen Kirche in die Stuttgarter Königsstraße zum ersten Modul des Fortbildungsangebotes. In insgesamt acht Modulen sollen pädagogische Fachkräfte darin geschult werden, Kindern einen spielerischen Zugang zu Medien zu verschaffen und damit frühzeitig einen sinnvollen Umgang zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen danach in der Lage sein, beispielweise darauf zu antworten, ob ein Fünfjähriger schon den Computer seiner Eltern nutzen darf und welche Zeiten für ein Kind im Kindergartenalter vor Fernseher oder DVD angemessen sind. In der Fortbildung ist neben dem Umgang mit Internet, Computer und Smartphone ein weiterer Schwerpunkt der kreative Umgang mit kindgerechten Medien.

In der einleitenden Vorstellungsrunde durften die Fortbildungsgäste ihren eigenen Standpunkt zum Thema Medien anhand eines Gegenstandes darstellen. Eine Teilnehmerin erklärte anhand einer Spielzeug-Lok, dass sie bereits einige Projekte zum Medieneinsatz in Kindergärten angeregt hatte, doch nun der Zug still stehe. Von der Medienwerkstatt Kindergarten erwartet sie nun neue Impulse, um den "Medien-Zug" wieder ins Rollen zu bringen. Eine andere Teilnehmerin schilderte anhand ihres Spazierstockes, dass sie gerne neue Wege beschreiten möchte – in der Natur und auch beim Einsatz von Medien. Ebenso bedeutet ihr der Spazierstock auch, dass sie sich immer wieder bewusst für medien-freie Zeiten entscheidet. Das Smartphone bleibt beim Wandern nämlich zu Hause. Insbesondere in Brennpunkt-Kitas scheint das Thema "Medien" eine größere Rolle zu spielen. Eine Mitarbeiterin aus einer Waiblinger Einrichtung berichtet, dass in unzähligen Elterngesprächen der kindliche Umgang mit Medien als Dauerbrenner thematisiert werde. Für sie und ihre Kollegen gelte es nun stärker denn je, eine bestimmte Haltung zum Umgang mit Medien zu finden und diese dann auch innerhalb der Einrichtung zu vertreten.

Vor der Mittagspause durften sich die Gäste nochmals bewegen und je nach eigener Mediennutzung  in die Ja- oder Nein-Ecke stellen. Friedemann Schuchardt hatte sichtlich Freude daran, die Teilnehmer mit Fragen wie "Waren Sie in den letzten zwei Wochen im Kino?" oder "Haben Sie in der letzten Woche ein Computerspiel gespielt?" durch den Tagungsraum zu lotsen. Interessant war auch zu hören, welche Computerspiele gespielt wurden. Von "Fifa" über "Mario Kart" bis hin zu "Counterstrike" offenbarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen überraschend vielseitiges Interesse an Computerspielen. Im weiteren Verlauf der ersten Fortbildung konnten die pädagogischen Fachkräfte anhand ihrer eigenen Medienbiografie entdecken, wie ihre Haltung zu Medien geprägt wurde.

Die Fortbildung wird am 25. November 2014 mit dem Modul 2 "Kommunikations- und medienpädagogische Grundlagen" fortgesetzt. Es werden Erkenntnisse bzw. Forschungsergebnisse aus den Bereichen der Hirnforschung, Psychologie,  Kommunikationsforschung sowie der Medienpädagogik im Sinne eines medienpädagogischen  Grundwissens behandelt. Anhand der Aussage des österreichischen Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht kommunizieren!“ sollen auch Grundfragen der Kommunikationswissenschaft thematisiert werden.

Zu den Terminen

Zu den Modul-Beschreibungen

Weiterführende Links

Frühkindliche Medienbildung auf MediaCulture-Online.

Gibt´s dafür ne App? Tablets im Kindergarten. Bibliothekstext von MediaCulture-Online.

Warum ist Medienerziehung in der Familie notwendig? Bibliothekstext von MediaCulture-Online.

Bibernetz Portal für pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung. Die Seite wird nicht mehr aktualisiert, die Inhalte sind aber weiterhin relevant.

Medienerziehung in Kindergarten und Hort – Praxisprojekte Das Internetportal der LfM zur Medienerziehung in Kindertagesstätten

Beratung

Die medienpädagogische Beratungsstelle des LMZ bietet Eltern sowie Pädagoginnen und Pädagogen persönliche Beratung und Unterstützung bei der Medienerziehung. Die Mitarbeiter/innen der Beratungsstelle vermitteln qualifizierte Referenten für Workshops oder Elternabende und unterstützen bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung.

0711-2850-777, beratungsstelle@lmz-bw.de

Kontakt

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Johannes-Krämer Straße 64
70597 Stuttgart

Friedemann Schuchardt
0711 / 80 66 697
f.schuchardt@frijus.de